Dafür wollen Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine Initiative im Bundesrat vorstellen. Sie fordern ein Rauchverbot in Autos, wenn Minderjährige und Schwangere dabei sind. Die Ärzte in Deutschland unterstützen das.Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein solches Verbot sei überfällig. Passivrauchen schade der Gesundheit «massiv», das gelte insbesondere für Ungeborene, Kinder und Jugendliche. «Es sollte selbstverständlich sein, in ihrer Gegenwart nicht zu rauchen», betonte Reinhardt. «Wo diese Einsicht fehlt, muss der Staat eingreifen.» Die Bundesregierung lasse Kinder bisher aber trotzdem weiter im Qualm sitzen. Daher begrüße die Ärzteschaft den Vorstoß im Bundesrat.Der Länder-Vorschlag soll in der Länderkammer vorerst nur präsentiert und dann in den Ausschüssen beraten werden. Ziel ist, dass der Bundesrat in einer folgenden Sitzung beschließt, einen Gesetzentwurf in den Bundestag einzubringen, mit dem sich dieser befassen müsste.Die Länder verweisen auf Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums, nach denen die Schadstoffkonzentration in verrauchten Autos fünf Mal so hoch sei wie in einer durchschnittlich verrauchten Bar. Kritiker sehen vor allem Probleme bei der Umsetzung und Kontrolle des Vorhabens. Staaten wie Großbritannien, Italien, Griechenland oder Frankreich haben bereits Rauchverbote in Autos eingeführt, wenn Minderjährige mitfahren.