Prof. Dr. Mehmet Gökoğlu hat einen Lehrstuhl für Meeresbiologie an der Akdeniz Universität an der auch Mehmet Alagöz studiert. Im Rahmen des Unterrichts starteten Professor und Schüler in kompletter Montur einen außergewöhnlichen Tauchgang.Die Badegäste des Strandabschnitts beobachteten interessiert das Geschehen ohne zu erahnen, was der Lehrer und sein Schüler vor hatten. Als sie nach 10 Minuten auftauchten und der gesamte aufgesammelte Müll zum Vorschein kam, ehrten die Anwesenden die Männer mit kräftigem Applaus.Prof. Gökoğlu ist überzeugt, dass Konyaaltı zu den schönsten Stränden der Türkei zählt. Dennoch beklagt er, wie verschmutzt der Meeresboden sei. Während ihrer Aktion hätten die beiden Taucher in 22 Meter Entfernung zum Ufer eine Bettdecke gefunden. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass sie vom Ufer aus dorthin gelang. Er bedauerte regelrecht, was er sah: „Es ist eine ausgeprägte Plastik-Verschmutzung vorzufinden. Der Strandabschnitt ist voll mit Plastik-Müll, es ist ein äußerst trauriger Anblick.“Die Plastik-Verschmutzung im Meer habe nicht nur für Meerestiere Folgen: „Das Plastik infiltriert auch die Meerestiere. Wenn wir solche dann essen, nehmen wir auch dieses Plastik auf.“Mehmet Alagöz erläuterte auch, wie schwierig es sei, solche Müllmengen zu bewältigen. Taucher alleine wären dafür nicht ausreichend. Das Meer müsse vom Plastik geklärt werden, was allerdings kaum möglich sei. Die einfachste Lösung für Alagöz schien deshalb: „Das Wichtigste ist nicht, das Meer zu säubern, sondern es sauber zu halten. Wenn wir es nicht verunreinigen, wird es sauberer. Das ist der einfachste Weg für Sauberkeit: erst gar nicht verschmutzen.“ (Hürriyet.de)