Lassen wir uns nicht auf pessimistische Szenarien ein. Es wird eine deutliche Änderung bis zu den Ramadan-Feiertagen geben. Ich bin sehr hoffnungsvoll. Mit den Feiertagen wird das Thema Virus an Aktualität verlieren. Jeder sollte jedoch unbedingt die soziale Distanzierung beachten. Sollte man Symptome an sich selbst feststellen, unbedingt zuerst Fieber messen. Sollten sich weitere Symptome einstellen, nicht direkt ins Krankenhaus gehen, sondern die bekannten Notruf Nummern anrufen oder Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen.
Nur wenn wir uns an die Anweisungen halten, können wir die Übertragung des Virus verhindern. In der Türkei ist die Sterblichkeitsrate verglichen mit der Zahl der Infektion gering. Sie liegt bei um die 2 Prozent. Die Krankheit verläuft in 70 Prozent der Fälle leicht. 5-10 Prozent der Erkrankten zeigen überhaupt keine Symptome. Bei etwa 20 Prozent kommt es zu schweren Krankheitsverläufen. Bei uns in der Türkei ist das Durchschnittalter der älteren Bürger niedrig. Dadurch haben sie bessere Chancen. Auch, weil die weniger rauchen und trinken. Es gibt jedoch auch 45jährige, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Bei mir hat es sich wie folgt entwickelt: Im Normalfall stelle ich die Klimaanlage runter, sobald ich bei der Arbeit ankomme. An jenem Tag habe ich jedoch festgestellt, dass ich die Klimaanlage nicht verstellt habe. Auch im Auto war mir sehr heiß. Beim Fiebermessen stellte ich fest, dass meine Köpertemperatur 38 Grad Celsius betrug. Im Hals hatte ich ein leichtes Kratzen. Kurz darauf wurde bei mir das Corona-Virus festgestellt. Momentan geht es mir gut. Eine Tomografie des Brustraumes ist bei der Diagnose sehr wichtig. Einige Ärzte können mittlerweile bereits am Geruch feststellen, ob es sich um Corona handelt. Die Symptome sind sehr deutlich. Wir als Land sind sehr gut bei der Behandlung der Corona-Patienten. Derzeit gibt es kaum Unterschiede zwischen Privat- und Staatlichen Krankenhäusern. Ich werde noch 10 Tage in häuslicher Isolation verbringen. Unser Erfolg bei der Bekämpfung der Krankheit liegt daran, dass man auf die Meinungen und Empfehlungen der Ärzte gehört hat. Sie arbeiten in dieser Zeit ohne an Geld und Rum zu denken. Lassen wir uns nicht auf pessimistische Szenarien ein. Mit den Ramadan-Feiertagen wird es eine deutliche Entspannung geben. Ich bin voller Hoffnung. ‘