Klimawandel ist ein globales Problem, dessen Lösung eine regionale und internationale Zusammenarbeit erfordert“, sagte Erdoğan in New York. Die Menschen seien in der Pflicht, die Erde zu schützen und diese unversehrt an die nächste Generation weiterzugeben.

„Die Türkei ist sich bewusst, dass die Bekämpfung des Klimawandels auch lokale Maßnahmen erfordert“, stellte Erdoğan klar und fügte hinzu, dass das Land in 81 Provinzen den Kohleausstieg vorangebracht habe. Zudem bestehe die Stromversorgung derzeit zu mehr als 30 Prozent aus Erneuerbaren Energien. Der Anteil soll bis 2023 auf 39 Prozent gesteigert werden. Um die CO2-Emissionen zu reduzieren und das Problem der Verkehrsstaus zu lösen, baue die Türkei darüber hinaus die Bahn-Strecken im Nah- und Fernverkehr immer weiter aus, erklärte der Präsident.

Auch was die Förderung von Grünflächen angehe, habe das Land große Fortschritte erzielt, unterstrich Erdoğan. So habe man in den letzten 17 Jahren über 4 Milliarden Bäume gepflanzt – am 11. November sollen 11 Millionen weitere Neupflanzungen folgen.

Zugleich sei der Verbrauch von Plastiktüten im Einklang mit den gesteckten Zielen zum Umweltschutz um 75 Prozent gesenkt worden, erklärte der Staatschef und verwies auf das „Zero Waste-Projekt“, das den Recyclinganteil beim Hausmüll steigern soll. „Das von meiner Frau initiierte Zero Waste-Projekt wurde in allen unseren Städten und Institutionen begrüßt.“

Derzeit sind mehr als 18.750 öffentliche Einrichtungen an dem „Zero Waste-Projekt“ beteiligt, das 2007 ins Leben gerufen wurde. Bis 2023 soll das System landesweit etabliert werden. Die Haushalte sind dabei aufgefordert, ihre Abfälle getrennt zu entsorgen. (Dailysabah.de)