„Die Klubs der türkischen Süper Lig können effizient Kosten senken und Einnahmen erzielen, wodurch sie ihre Wirtschaftlichkeit nachhaltig verbessern, indem sie über Sonnenkollektoren, die in den Stadien angebracht sind, Strom erzeugen“, sagte Duygu Kutluay, Klima- und Energieaktivistin bei Greenpeace Turkey in einer Erklärung vom 16. Mai. „Die Clubs haben hier die Möglichkeit, echte Pionierarbeit zu leisten, um die Energieversorgung der Türkei unabhängig zu machen“, fügte sie hinzu und forderte alle Klubs auf, „Schulter an Schulter“ gegen den Klimawandel zu kämpfen.

Wenn alle 18 Klubs, die in der türkischen Süper Lig spielen, Sonnenkollektoren auf den Dächern ihrer Stadien installieren, würden sie Strom im Wert von 1,5 Millionen türkischen Lira (etwa 220.000 Euro) produzieren, was laut Greenpeace den jährlichen Stromkosten von 35.000 Haushalten entspricht. Darüber hinaus würde die Menge der Kohlenstoffemissionen um 7500 Tonnen sinken.

Antalyaspor ist bereits einer der wenigen Klubs, die sich in der Herstellung und dem Verkauf von Strom aktiv zeigen. Im neuen Stadion, das 2015 eröffnet wurde, werden seitdem jedes Jahr 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Das Stadion überträgt gegen eine Gebühr Strom an das Stromnetz der Stadt und das bringt dem Klub jährlich fast 900.000 Lira ein.

Dadurch, dass die gesamte Stromerzeugung im Stadion durch Solarenergie erzeugt wird, gehört Antalyaspor zu den zehn Klubs der Welt, die Solarenergie erzeugen und ist dadurch mit dem FC Arsenal, Ajax Amsterdam und den brasilianischen Klubs Cruzeiro und Atlético Mineiro auf einem Level. Die Sonnenkollektoren belegen 12.000 Quadratmeter des insgesamt 16.000 Quadratmeter großen Stadiondaches.

Die Kosten für Sonnenkollektoren werden sich nach Prognose des Jugend- und Sportministeriums in rund fünf Jahren amortisiert haben. Das Stadion von Antalyaspor hat ein Fassungsvermögen von 33.000 Plätzen. (Hürriyet.de)

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