Die Caretta Caretta-Schildkröte oder auch „Unechte Karettschildkröte“, ist vom Aussterben bedroht. Natürliche Fressfeinde und die Zerstörung ihres Habitats haben die Art stark dezimiert. Doch in den letzten Jahren zeigen sowohl Behörden als auch zahlreiche Freiwillige Tierschützer große Bemühungen, um die Schildkröten zu schützen. Erst kürzlich wurde ein ganzes Festival verschoben, um nicht mit der Brutzeit der Schildkröten zu kollidieren.Ali Fuat Canbolat, der Leiter der Ecological Research Society (EKAD) und 150 weitere Freiwillige sind derzeit im Rahmen eines Meeresschildkrötenschutzprojekts im Wachdienst und überwachen Tag und Nacht die Jungtiere. Das Team von Freiwilligen begleitet die Eiablage und schützt die Babys vor Bedrohungen in den Stadtteilen Belek und Boğazkent in der Provinz Antalya. Sie sorgen dafür, dass die kleinen Schildkröten ungestört heranwachsen und problemlos ans Meer gelangen.Laut Canbolat haben die weiblichen Schildkröten Tausende Eier in rund 1700 Nestern gelegt. Die Jungtiere sind aufgrund der ungewöhnlich kühlen Wetterbedingungen allerdings erst zwei Wochen später als gewöhnlich geschlüpft. „Wir erwarten, dass in Belek 70.000 Jungtiere ins Meer krabbeln. Nicht alle Jungtiere werden nach Erreichen des Meeres aufwachsen. Nur ein oder zwei von fast tausend Jungtieren können überleben, aber diese Zahl ist mehr als genug, um den Artenfortbestand zu sichern“, so Canbolat. Er unterstrich, dass es 1998 in Belek etwa 400 Nester gab, diese Zahl jedoch in den kommenden Jahren dank der Bemühungen von Freiwilligen angestiegen ist. Die Freiwilligen bleiben in Zelten und Fertighäusern und würden die ganze Nacht aufbleiben, um die Jungtiere zu bewachen.“Der Lebensraum der Caretta Caretta muss respektiert werden. Man sollte ihre Nistplätze nicht mit Geländefahrzeugen befahren“, sagte er und forderte die Behörden auf, mehr Vorsicht walten zu lassen. Er kam zu dem Schluss, dass der Schutz der wildlebenden Tiere nicht nur für Freiwillige und Wissenschaftler, sondern für alle Menschen eine Verantwortung darstellt. Die türkischen Behörden bestrafen jeden, der die Jungtiere gefährdet oder ihren natürlichen Lebensraum schädigt. (Hürriyet.de)

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